Die Geschichte des Skiclubs

Eine kleine Gruppe von Schneeschuhfahrern gründete am 27. Januar 1908 den Wintersportclub Furtwangen. Das gemeinsame Interesse lag auf Schneeschuhfahren, Rodeln und Eislaufen. In Verbindung mit der Stadt, dem Wirte- und Verschönerungsvereins erfolgte eine große Werbeaktion für den Wintersportplatz Furtwangen.

Im Januar 1909 wurde die Schiabteilung im Skiclub Schwarzwald ( heute Skiverband Schwarzwald ) angemeldet und aufgenommen. Unter der Bezeichnung „Emilianen Loch“ ( Friedhofberg ) entstand der erste Sprunghügel. Zwischenzeitlich hatte man auch eine Eislauf- und Rodelabteilung. Auch wurden verschiedene Touren ausgesucht und dabei eine Anzahl an Skiwegen markiert. Natürlich besuchte man die regelmäßig stattfindenden Skiwettkämpfe, vor allem mit den Ortsgruppen Schönwald, Schonach, Triberg und später auch St. Georgen.

Man konnte sich im Lang-, Militär-, Beamten-, Damen-, und Hindernislauf, als auch im Springen messen. In dieser Zeit entstand eine weitere Schanze im Engelgrund. 1934 fand der Vater des Deutschen Skilaufs, Prof. Franz Kohlhepp wunschgemäß auf unserem Bergfriedhof seine letzte Ruhestätte.

Gegen Ende der dreißiger Jahre kam der Sportbetrieb völlig zum erliegen, zumal gerade die Sportler den Kriegsdienst zu versehen hatten. Es gab deshalb keinerlei Vereinstätigkeiten mehr, und man konnte sich erst im Jahre 1947 wieder auf eine Neugründung bemühen. Die Führung des bisherigen Namens „Wintersportclub Furtwangen“ wurde zwar untersagt (Besatzungsmächte), doch gelang es dann am 4. Oktober 1949, eine Gründungsversammlung als Ski-Club Furtwangen durchzuführen und den Verein somit wieder ins Leben zu rufen.

Die Aktivitäten nahmen einen steilen Aufschwung und durch die Baufälligkeit der Schanze war eine Neuplanung unumgänglich. So wurde im Jahre 1949, mit Eigenmitteln, in der Weiherstraße eine 58 Meter- Schanze erbaut. Als dieser Bereich Anfang 1960 zu einem Baugebiet erklärt wurde, begann das Schanzenproblem erneut.

Durch viele unvorhergesehene Schwierigkeiten wurde nach einer Bauzeit von 5 Jahren am 2. Februar 1976 die stadteigene Schanze in der Seufzerallee in Betrieb genommen. Immer wieder standen und stehen rührige Vorstandsmitglieder, Trainer und Funktionare bereit, so dass der Ski-Club Futwangen vielfache, ausgezeichnete Erfolge vorweisen kann. So gibt es eine Unmenge von Siegern, und dies alpin wie auch nordisch, bei Bezirks-, Schwarzwald-, Schwäbischen-, Baden-Württembergischen- und Bayrischen Meisterschaften. Selbst als Deutsche Meister sind vom Ski-Club die Namen der Aktiven Dr. Horst Jäger, Otto Faller, Ernst Heizmann, Thomas Sutter und Christof Kern in die Analen eingegangen.

Von besonderer Bedeutung ist der Name Martin Schmitt. Neben seinen Titeln als Deutscher Meister ist er Weltcupsieger, vierfacher Weltmeister und Olympiasieger. Die Erfolge verdeutlichen, daß der Ski-Club nach wie vor die großen, überörtlichen Veranstaltungen mit guten Sportlern beschickt.

Selbstverständlich werden aber auch jedes Jahr eigene Wettkämpfe auf Verbandsebene durchgeführt. Alle diese Maßnahmen erfordern logischerweise immense Leistungen in Form von Arbeit, Organisation, Training, Betreuung und finanzieller Unterstützung, die ohne eine genügende Anzahl freiwilliger Helfer bzw. Vorstandsmitglieder und Sponsoren nicht erbracht werden können.